True Faces

Frankfurt

 

Zur Arbeit:

True Faces Frankfurt (Arbeitstitel) stellt meine Diplom- und damit auch Abschlussarbeit im Zuge des Schauspielstudiums dar. Filmisch sollen 2021 die Erfahrungen des wohnungslosen Martin verarbeitet werden, die in zahlreichen gemeinsamen Treffen zusammengetragen wurden. So berichtet er mir von seiner Kinderheit und Jugendzeit, über die Zeit seiner Arbeit als Broker bis hin zu seinem Leben auf und von der Straße.

Die Frage die als Basis zugrunde liegt ist, was in einem Menschen vorgeht, den die Gesellschaft nicht mehr als Teil ihrer selbst anerkennt. Wer auf der Straße lebt ist gescheitert, dieses Bild hat sich für viele Menschen unter all dem Leistungsdruck und der Existenzangst unserer Zeit eingestellt. Da wegzuschauen und sich bloß nicht mit dem Scheitern in Verbindung bringen zu lassen ist wohl der häufigste Umgang mit dem Thema. Darüber vergessen jedoch viele, dass sich hinter den Menschen eine oft mehr als normale Lebensgeschichte verbirgt.

Ziel des Films ist, den Zuschauer für eine Reflektion der eigenen Vorurteile gegenüber anderen zu öffnen. Wir als Gesellschaft entscheiden, was wir als kriminell erachten und was nicht, wo wir wegschauen wollen und wo nicht, und ob wir ein Menschenleben fallen lassen wollen oder nicht.

Klar ist: Es lohnt sich immer, genau hinzuschauen. Welche Erwartungen stellt ein Mensch, der in einem kapitalistisch geprägten System aufwächst, an sich selbst? Was passiert mit einem Menschen, wenn sich die Versprechen des Kapitalismus für ihn nicht einlösen? Und wie verändert sich die Eigenwahrnehmung eines Menschen, wenn die Gesellschaft seine Existenz als gescheitert quittiert? Oder lässt sich eine kapitalistische Denkstruktur selbst durch den Umstand nicht schmälern, dass man sich nahezu in einer Nichtexistenz bewegt?

True Faces soll uns helfen, die Masken abzutragen, die uns und anderen täglich aufgesetzt werden und die wahren Gesichter der Menschen zu sehen, die uns begegnen .

 

Frankfurt als Drehort:

"Diese Stadt ist mir nach einem Jahr immer noch schleierhaft:

So viele Menschen auf engstem Raum, so viele Geschichten, so viel Streben und Wachsen, so viel Fallen und Welken. So viel Herz und so viel Blut...

Jeder sitzt dem anderen im Käfig, manch einer im 26. Stock, wieder andere keine 30 Zentimeter über dem Boden."   - Herbst 2018

Im Film wie auch im wahren Leben fungiert das Stadtbild sehr repräsentativ und lässt offen auf bestehende Machtpositionen schließen.

Die Skyscraper, die Paläste unserer Zeit, die sich hinter den ohnmächtig wirkenden Menschen auftürmen; die allmählich der Funktionalität der Stadt weichenden Fassaden, Parks und Plätze; das Bahnhofsviertel, das Europaviertel, die Kirchen und Kunsthallen. All das ist Frankfurt, und so, wie es sich uns zeigt, stellt es Fragen zu den Themen unserer Zeit: Wachstum, Globalisierung, Integration, soziale Ungerechtigkeit, Wertevorstellungen, Prestige.

Diese Stadt ist ein Symptom unserer Zeit.  Und ein Brennglas, das uns einen Querschnitt durch die Gesellschaft ermöglicht und darüber hinaus noch viel mehr zeigt als einfach nur ihr Zusammenleben. Sie macht die Sehnsucht der Menschen nach Sinnstiftung und Selbstverwirklichung sichtbar, ohne sich vor Extremen zu scheuen.

Die Umstände sind hässlich...

Die Stadt...?!

Frankfurt ist ehrlich; ungeschönt und aufreibend. So wie seine Geschichten.

 

Finanzierung des Projekts:

Nach Beendigung des Verfassens eines Drehbuchs im Herbst diesen Jahres soll der Versuch unternommen werden, das Projekt durch Fördergelder des Landes Hessen sowie der Stadt Frankfurt, wie auch durch Fördergelder der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zu finanzieren.

Zudem werden Kooperationen mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie mit den Film- und Kunsthochschulen in Offenbach, Darmstadt und Ludwigsburg angestrebt.

Auch private Förderer sind eingeladen, das Projekt zu unterstützen und gerne bei einem persönlichen Gespräch Einzelheiten zur Arbeit zu erfahren. Folgen sie dafür dem Button "Kontakt aufnehmen" unten auf dieser Seite, um sich mit mir in Verbindung zu setzen.

 

Vielen Dank an alle Unterstützer im Voraus! 

 

Mitwirken:

Studierende der Fächer Komposition, Kamera, Drehbuch, Produktion, Regie, Schnitt, Ton, Licht, Schauspiel etc. die sich vorstellen können, bei diesem Projekt mitzuwirken sind hiermit herzlich eingeladen sich bei mir zu melden! 

Ich gebe dir gerne weitere Infos zur Arbeitsweise und zum Zeitplan. Natürlich völlig unverbindlich: Hauptsache du hast die Möglichkeit festzustellen, ob dieses Projekt zu dir passt oder eben nicht!

 

Ich freu mich auf eure Nachrichten!